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Kennwörter: Manchmal scheint es, als bräuchten Sie jeden Tag neue, und die Anforderungen an Passwörter werden immer komplexer. Immer mehr Websites verlangen eine Anmeldung, und die häufige Änderung der Passwörter ist an vielen Arbeitsplätzen zur Pflicht geworden.

Nach einer kürzlich durchgeführten Studie von Microsoft® besitzt der durchschnittliche Computerbenutzer 6,5 Passwörter, die jeweils auf 3,9 verschiedenen Websites genutzt werden. Jeder Benutzer hat etwa 25 Benutzerkonten, für die ein Passwort erforderlich ist, und gibt durchschnittlich acht Kennwörter pro Tag ein.

Da kann es schon eine enorme Herausforderung werden, alle diese Buchstaben und Ziffern zu behalten. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie Ihre stetig länger werdende Liste von Passwörtern im Griff behalten. Lesen Sie selbst, welche Methoden für Sie nützlich sein können – und von welchen Sie die Finger lassen sollten.

EINSATZ einer Kennwort-Verwaltungssoftware

Passwort-Verwaltungssoftware bietet eine Vielzahl hilfreicher Funktionen: automatisches Anmelden bei Websites, Erfassen vorhandener Kennwörter oder Generieren starker Zufallskennwörter, Speichern von Passwörtern mit dem zugehörigen Benutzernamen in einer sicheren, verschlüsselten Datei.

KeePass ist ein Passwortmanager, der kostenlos zum Download bereitsteht. Diese Open-Source-Anwendung ist für Windows®, Linux® und OS X sowie für mobile Geräte verfügbar und kann sogar von einem USB-Speicherstick ausgeführt werden. Alle Ihre Online- und Offline-Kennwörter werden in einer sicheren Datenbank gespeichert, so dass Sie sich nur noch ein einziges Master-Passwort merken müssen.

Funktionen zur Passwortverwaltung sind auch in verschiedene Software-Dienstprogramme und Sicherheitspakete eingebaut, beispielsweise in Norton Confidential von Symantec™; hier werden Passwörter gespeichert und verschlüsselt.

KEIN Verlass auf den Browser

Die meisten neueren Versionen der verbreiteten Browser, zum Beispiel Firefox, Internet Explorer, Safari oder Opera, bieten eine Möglichkeit, Ihre Benutzernamen oder Ihre Passwörter für verschiedene Websites zu speichern. Mit dieser Funktion können Sie zwar Zeit und Aufwand sparen, aber machen Sie sich die Nachteile bewusst: Dieses Verfahren ist weder sicher noch besonders zuverlässig.

Bei nahezu allen Browsern sind Sicherheitslücken bekannt, durch die Ihre Passwörter unter Umständen für Hacker und Phishing-Angreifer offen liegen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug: Auch alle anderen Benutzer mit Zugang zu Ihrem Computer erhalten automatisch den Zugriff auf alle Ihre Passwörter und Websites. Für Computer, die von mehreren Benutzern verwendet werden, ist dies also keine ideale Möglichkeit.

Und denken Sie daran: Wenn Ihre Festplatte einmal ausfällt, sind alle im Browser gespeicherten Passwortdaten unwiederbringlich verloren.

KEIN Universalpasswort für alle Situationen


So verführerisch es auch ist: Verwenden Sie unter keinen Umständen dasselbe Kennwort für alle Websites. Diese Vorgehensweise ist nicht nur deshalb eher ungeeignet, weil verschiedene Websites unterschiedliche Anforderungen an die Passwörter stellen, sondern sie ist vor allem eine offene Einladung an Hacker.

Angenommen, Sie würden dasselbe Kennwort für Ihre Online-Bankgeschäfte und für Ihr E-Mail-Benutzerkonto verwenden. Wenn ein Hacker Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort für Ihre E-Mail stiehlt, dann ist davon auszugehen, dass dieser Hacker die Kombination aus Benutzername und Passwort auch bei anderen Websites ausprobiert, insbesondere bei den Online-Banking-Seiten großer Banken, um dort ebenfalls in Ihre Benutzerkonten einzudringen. Sobald eines Ihrer Benutzerkonten geknackt ist, sind potenziell alle Ihre Konten in Gefahr.

EINSATZ eines Systems zum Erzeugen leicht merkbarer Passwörter

Das Behalten starker Passwörter kann ebenso einfach sein wie die Entwicklung eines Standardalgorithmus für ihre Erzeugung.

Bilden Sie als Erstes ein Basiskennwort als Arbeitsgrundlage, beispielsweise eine Kombination aus den Initialen Ihrer Mutter und dem Datum, an dem Sie Ihren Hochschulabschluss erhalten haben. Ergänzen Sie dann dieses Basiskennwort mit einer Variante des Namens der Website, bei der Sie sich anmelden. Wenn Sie beispielsweise das Basiskennwort „pf051088“ lautet, nehmen Sie die ersten und letzten beiden Buchstaben aus dem Namen der Website (faok für Facebook.com), und schon sind Sie fertig!

Es ist eher unwahrscheinlich, dass irgendwann einmal wieder weniger Passwörter gebraucht werden. Überlegen Sie sich daher eine konsistente Methode, Ihre Passwörter zu organisieren. Mit ein wenig Vorausschau und einigen nützlichen Tools müssen Sie sich nie wieder das Gehirn nach diesen verflixten acht Zeichen zermartern.

Microsoft und Windows sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation in den USA. Linux ist eine eingetragene Marke von Linus Torvalds.

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