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Virtueller Nutzen: Einsparungen und Umwelt-Plus

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Kann die IT-Abteilung gleichzeitig Kosten senken und mehr für die Umwelt tun? Immer mehr IT-Manager stellen sich diese Frage, weil sich die ersten Virtualisierungsprojekte allmählich auszuzahlen beginnen.

Niedrigere Gebäude- und Grundstückskosten, geringere Heiz- und Kühlkosten und nicht zuletzt die Rückzahlungen der Energieversorger unterstreichen, wie reell die Einsparungen aus der Virtualisierung sein können, wenn es darum geht, die oft skeptisch als indirekte Kosten („weiche Kosten“) oder „Kosten auf dem Papier“ betrachteten Posten zusammenzustreichen. Viele Unternehmen stellen fest, dass sie mit ganzen Pools von virtuellen Servern (die sich im Handumdrehen erstellen, bereitstellen und wieder außer Betrieb nehmen lassen) in der Lage sind, die Notwendigkeit von Unmengen zusätzlicher Server für Spitzenzeiten oder für unerwartet hohe Arbeitsauslastungen einzuschränken.

Und weniger Server machen sich in aller Regel als geringere Grundstücks- und Gebäudebedarf und als weniger Abwärme bemerkbar. Dank der Fortschritte in der Heiz- und Kühltechnologie können die IT-Experten zudem die verbleibenden, unbedingt notwendigen Server auf viel kleinerem Raum in den bestehenden Datencenter unterbringen als bisher.

„Die Virtualisierung ist eine der Technologien, die die Konsolidierung in Gang bringt und einige Kunden stellen fest, dass sie durch eine Konsolidierung den Neubau eines Datencenters für zwei bis vier Jahre oder noch länger nach hinten verlagern können“, erläutert John Humphreys, Programmleiter bei der Enterprise Platform Group von IDC für das Enterprise Virtualization Software-Programm. „Und dank der Fortschritte in der Stromversorgungs- und Kühltechnologie müssen diese Kunden ein Center nicht schon nach drei oder vier Jahren stilllegen, nur weil sie keine weiteren Server mehr einbauen können, ohne ihre Energie- und Kühlkapazitäten zu überschreiten.“

Einsparungen durch Stoppen der Ressourcenverschwendung


Solche Energie- und Kühlkosten können sich schnell summieren. Für jeden US-Dollar, den ein Unternehmen beim Kauf eines Servers ausgibt, müssen weitere 7 bis 8 US-Dollar für die Betriebskosten dieses Servers einkalkuliert werden, so Humphreys.

Der Einsatz von Virtualisierungstechnologien, mit denen die Anzahl der physischen Server in einem Datencenter gesenkt wird, kann diese Folgekosten einschränken. In einigen Fällen macht sich ein solches Projekt sogar ganz von selbst bezahlt, wie die Geschäftsführer bei Fair Isaac erkennen konnten, als sie 800 virtuelle Server auf 45 physischen Servern konsolidierten. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Geschäftsanalyse-Software und Entscheidungstechnologien. Die Führungskräfte haben berechnet, dass die Kosten für die neue HP BladeSystem Serverinfrastruktur bei Fair Isaac durch die Einsparungen bei der Anlagenwartung, der Energieversorgung und Kühlung sowie bei der Serverwartung über einen Zeitraum von drei Jahren mehr als gedeckt werden.

Und noch ein Vorteil: Größere Flexibilität, weniger Hemmnisse bei Geschäftsentscheidungen

Viele Unternehmen müssen einen so hohen Energieverbrauch tragen, dass ihre Geschäftsentscheidungen tatsächlich durch die Suche nach kostengünstigen, zuverlässigen Energiequellen bestimmt werden. Für diese Unternehmen birgt die Einrichtung eines energieeffizienteren Datencenters einen zusätzlichen Nutzen: die Flexibilität, ihre Anlagen an beliebigen Standorten aufzubauen.

„Verschiedene Unternehmen haben ihre Datencenter in Gebieten mit niedrigen Energiekosten aufgebaut, beispielsweise im Nordwesten der USA. Dadurch vergrößert sich allerdings der Abstand zwischen Benutzern und Daten, was in einigen Fällen zu QoS- und Latenzproblemen führt“, beschreibt Humphreys. Und einige dieser Unternehmen konnten sich sogar Rückzahlungen von den Energieversorgern oder vom Staat sichern, so dass die Energieeffizienz noch attraktiver wird.

Die Kostenkontrolle hat immer noch Vorrang, aber die Sensibilität für die Umwelt weitet sich aus

Je stärker ein Unternehmen in der Lage ist, die Verschwendung und die Einsparungen zu beziffern, so Humphreys, desto stärker wird ihnen ihr Einfluss auf die Umwelt bewusst.

„In Europa machen sich die Menschen schon Gedanken über ihre persönliche CO2-Bilanz“, betont Humphreys. „In den USA werden Umweltprobleme dagegen oft auf hintere Plätze verdrängt. Hier haben wir mit einem Umweltproblem zu kämpfen, aber nach wie vor primär mit einem wirtschaftlichen Problem.“

Wie Humphreys weiterhin darlegt, bedeutet das stärkere Bewusstsein der Wirtschafts- und Umweltkosten und die stärkere Befassung mit diesen Kosten, dass dieses Problem bei Entscheidungen im Hinblick auf die IT-Infrastruktur eine immer größere Rolle spielen wird.

„Der ‚grüne Weg‘ ist unvermeidbar“, betont er. „Wir können dieser wichtigen Sache nicht entgehen, und die Stromversorgung und Kühlung ist für alle Beteiligten von überragender Bedeutung.“

Weitere Informationen:

Virtualisierungs-Website

Energieeffizienz für Unternehmen

Fünf Schritte zu einem umweltfreundlicheren Unternehmen

„Grüner“ Speicher

Spezialbericht: EnergieeffizienzPraktische Tipps für höhere Energieeffizenz im Datencenter

Alles im grünen Bereich: Energie sparen und Umwelt schützen

Nachhaltiger Umweltschutz

Kühler Kopf im Datencenter

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